Geschichte des Kinderwagens

Interessante Geschichte rund um den Kinderwagen

Kinder wurden zu jeder Zeit irgendwie befördert, in Tüchern, Körben oder auch in Holztüten, die auf Lasttiere geschnallt wurden. Mitte des 16. Jh. tauchte das erste Mal die Rechnung eines Tischlers auf, der für einen reichen Mitbürger ein Transportwägelchen für sein einjähriges Kind baute. Wir wissen, dass es 4 Pfund kostete (2 Tagelöhne) wir wissen aber nicht genau, wie es aussah.

Vor dem Jahr 1800 gab es nur vereinzelt Wägen zur Beförderung von Kindern (immer Kinder die schon sitzen konnten), die entweder von Hand gezogen wurden oder ein Kummet hatten, und von Hunden oder Ziegen gezogen wurden. Danach wurden die Straßen besser und es tauchten kleine, leiterwagenähnliche Wägelchen auf, die aber auch immer gezogen wurden. Diese wurden nur auf Bestellung von einzelnen Tischlern, oder Wagner hergestellt.

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Es ist nicht geklärt, wann genau der erste Kinderwagen erfunden wurde. Im Jahr 1853 wird in England jedenfalls das erste Patent für Kinderwagen erteilt. 1852 gründete in London Charles Burton eine kleine Fabrik und stellte so genannte „Perambulator“ her. Diese waren 3-rädrig, zum Schieben und entsprachen unseren heutigen Sportwagen. Das Kind saß in Fahrtrichtung. Die ersten Modelle, die in Deutschland hergestellt werden, haben mit unseren heutigen Wagen jedoch grundsätzlich wenig Ähnlichkeit.

Als Urvater der deutschen Kinderwagen-Herstellung gilt der Zeitzer Ernst Albert Naether, der die Idee für Kinderwagen von seiner Wanderschaft durch Europa mit in die väterliche Stellmacherei brachte. Diese ersten Modelle wurden nicht geschoben, sondern gezogen und hatten einen Kasten aus Korbgeflecht und ein Fahrgestell mit einer Deichsel.

Um 1870 wurde aus dem gezogenen Deichselwagen die Kinderwagen Variante zum Schieben weiterentwickelt. Der Kinderwagenbau, der von Wagnern und Stellmachern ausging, entwickelte sich rasch zu einem eigenen Industriezweig. Es entstanden zahlreiche Kinderwagen-Manufakturen im Raum Zeitz, das sich zum Zentrum des europäischen Kinderwagenbaus etablierte. Von hier aus wurde ganz Europa beliefert. 6-sprachig warb Naether in Zeitungsinseraten für seine „Reform-Kinderwagen für Massenkonsum“. Neben den technischen Verbesserungen wurden auch die optischen Details immer wichtiger. Der Katalog der Firma Naether aus dem Jahr 1896 enthält über 100 verschiedene Kinderwagen-Modelle.

1875 gab es in Zeitz, der Hochburg der festländischen Kinderwagenerzeugung bereits 13 Kinderwagenfabriken (Naether, Degelow, Phönix, Saxonia, Excelsior, Thuringia, Germania, Opel und Kühne, Hartan etc.). Einige davon wurden zu ZEKIWA (ZEitzerKInderWAgenfabrik) zusammengeschlossen, welche heute noch existiert.

In den 20er und 30er Jahren entwickelte sich eine wirkliche Massenfabrikation von Kinderwagen zu erschwinglichen Preisen. Die hohen Räder schrumpften zusammen. Tiefliegende Wagen wurden aus Korb, Holz oder Stahlblech produziert. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde behelfsweise auch auf Presspappe zurückgegriffen. Bis zum zweiten Weltkrieg blieb der Raum Zeitz das Zentrum der deutschen Kinderwagen-Industrie. Nach dem Krieg formierte sich die Kinderwagenindustrie im Westteil Deutschlands neu. Im oberfränkischen Raum entstand ein neues Zentrum der Fertigung. Betriebe, die vor dem Krieg die Zeitzer Industrie mit Körben beliefert hatten, gingen erfolgreich zur Fertigung kompletter Kinderwagen über.

Quelle: Kinderwagenmuseum Bayer

 

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